Zum Schuljahreswechsel hat apetito catering Education mit Clever Essen die Regie für die Verpflegung an den Ahausener Schulen und Kitas übernommen.

Auszug aus dem Pressetext der Münsterlandzeitung vom 04. September 2025

Das Wichtigste vorweg: Es schmeckt. Sehr gut sogar. Und es sitzt sich auch gut. Gerade geht die neue Schulmensa hinter dem Josef-Cardijn-Haus in Betrieb. Der Bau ist noch nicht ganz fertig, wird aber seit dem ersten Schultag Ende August schon rege genutzt.

Parallel hat die Regie an den Kochtöpfen für das Essen in den Ahauser Schu­len und Kitas gewechselt: Zum Schuljahreswechsel hat Clever essen aus dem Apetito-Konzern in Rheine die Kontrolle in der Küche übernommen. Nicht nur in der neuen Mensa, sondern auch für die fünf städtischen Grundschu­len und vier städtische Kitas.

Die Versorgung an der Irena-Sendler-Gesamtschule beginnt in der kommen­ den Woche, wenn dort die Projekttage abgeschlossen sind. ,,Dann kommen wir erst einmal auf rund 1000 Essen am Tag“, sagt Dörthe Thomek. Sie ist Standortentwicklerin bei Clever essen und begleitet den Start der Versor­gung in Ahaus. Ein zwölfköpfiges Team kümmert sich vor Ort ums Kochen und Verteilen der Essen.

Dabei zieht sie ein rundum positives Fazit: Klar sei jede Neueröffnung eine Herausforderung. Und natürlich müsse der Betrieb hier und da noch nach­justieren. Insgesamt sei es aber ein völlig problemloser Start gewesen.

Das liege auch an der guten Infrastruktur, die es an den Schulen in Ahaus und den Ortsteilen gebe. Der Neubau der Mensa steche da natürlich noch einmal besonders hervor.

Ruth Honekamp, die bei der Stadtverwaltung unter anderem für die Schul­verpflegung verantwortlich ist, betont die Vorteile des neuen Cateringkon­zepts. Im Gegensatz zum letzten Anbieter wird jetzt wieder frisch in Ahaus gekocht. Der Anbieter der vergangenen Jahre hatte nach dem sogenannten „Cook-and-Chill-Verfahren“ gearbeitet: Speisen wurden in einer Großküche gekocht, abgekühlt, nach Ahaus geliefert und hier wieder aufgewärmt. Das ist Vergangenheit.

Nicht nur ein Vorteil bei Geschmack und Aussehen der Speisen: Gleichzeitig kann kurzfristiger auf Zu- oder Abbestellungen von Essen reagiert werden. Weniger werde verschwendet und weggeworfen. Nicht nur aus ethischen Gründen ein Vorteil.

Spontane Reaktion ist möglich

Dadurch könne man auch vor Ort direkt auf die Vorlieben der Kinder und Ju­gendlichen reagieren: An der Kappenberg-Schule in Wessum beispielsweise findet Gurkensalat reißenden Absatz. Selbst zwischen einem Gymnasium und einer Gesamtschule oder je nach sozialem Umfeld einer Schule gebe es un­terschiedliche Vorlieben: ,,Das können wir bei der Menüplanung berücksich­tigen“, sagt Dörthe Thomek.

An diesem Mittag gibt es Hähnchengyros und Kartoffeln oder Kichererbsen­gemüse, dazu Zaziki und frischen Krautsalat. Das kommt offenbar gut an.

Mit an einem der Tische sitzen an diesem Tag Bürgermeisterin Karola Voß, der Beigeordnete Marco Schröder, Fachbereichsleiterin Doris Zevenbergen und AHG-Leiter Michael Hilbk. Weder auf ihren Tellern noch auf denen der Schülerinnen und Schüler bleibt etwas zurück. Ein offensichtliches und wortloses Lob an die Küche.

Gute Stimmung an AHG und AFR

​Michael Hilbk fasst die gute Stimmung unter den Schülerinnen und Schü­lern zusammen: Für die neuen Fünftklässler sei es von Anfang an völlig normal gewesen, in der Mensa zum Essen zu gehen. Auch die Oberstufenschüler nehmen „ihre“ Räume im Obergeschoss der neuen Mensa schon gut an. Ob­ wohl dort noch einiges an Möbeln fehlt. Essen verbinde und sei ein beson­ders wichtiger Teil des Tages, sagt der Schulleiter.

Auch das Gebäude selbst kommt gut an. Wie selbstverständlich nutzen es die Schülerinnen und Schüler vom AHG an diesem Mittag schon. Eine Gruppe von der benachbarten Anne-Frank-Realschule ist am Mittwoch zum ersten Mal in der neuen Mensa .. Diese Kinder müssen sich erst kurz orientieren, finden sich dann aber auch schnell zurecht.

Kaum ein Wort über die Kosten

Hell und freundlich präsentieren sich die neuen Räume. Ob es bei den weiß­ grauen Wänden bleibt oder wie die später einmal gestaltet werden, ist eine andere Frage. Es fehlen noch zwei Prozent, ergänzt Gregor Verse, Projektlei­ter für die Mensa bei der Immobilienverwaltung der Stadt Ahaus. Kleinigkei­ten, Nacharbeiten, ein Teil der Außenanlagen. Viele Details, die jedoch nicht rechtfertigen würden, das Gebäude nicht zu nutzen.

Eine eher schwer verdauliche Nachricht kommt an diesem Tag nicht auf den Tisch: Was das alles gekostet hat? Dazu schweigt er und blickt zu Bürger­meisterin Karola Voß.

Auch sie weicht einer konkreten Antwort aus. Ein Blick in die Projektüber­sicht der Stadt: 5,8 Millionen Euro stehen dort als Projektbudget. Dazu hatte die Verwaltung bereits eingeräumt, dass wohl mit einer Preissteigerung von 15 Prozent zu rechnen sei. Auch die Außenanlagen mit noch einmal 590.000 Euro hatte die Politik separat genehmigt.

Die Schlussrechnung stehe noch nicht fest. Einige Rechnungen würden noch eingehen. ,,Der Bau ist teurer geworden“, sagt die Bürgermeisterin. Genauere Zahlen will sie zu einem späteren Zeitpunkt mitteilen. Michael Hilbk über­ nimmt schnell wieder mit guter Laune: ,,Die Mensa ist auf jeden Fall jeden Euro wert“, sagt er.